CDU Gemeindeverband Bühlertal

Auch in Krisenzeiten an der Einheit Europas festhalten

Europapolitische Veranstaltung von Kai Whittaker und der CDU Bühlertal

 

Der Vorsitzende des Europaauschusses im Bundestag Gunther Krichbaum MdB referiert eindrucksvoll über die komplexen Zusammenhänge und die Zukunft in der Europäischen UnionDer Vorsitzende des Europaauschusses im Bundestag Gunther Krichbaum MdB referiert eindrucksvoll über die komplexen Zusammenhänge und die Zukunft in der Europäischen Union
Über aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen der Europäischen Union (EU) informierte der Vorsitzende des Europaausschusses im Deutschen Bundestag, der Pforzheimer Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, bei einer Veranstaltung des CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker und des CDU-Gemeindeverbandes Bühlertal im Haus „Mutter Alexia“. Moderiert wurde der Abend vom Vorsitzenden der CDU Bühlertal, Volker Blum.

 

Vor etwa 70 Teilnehmern erinnerte Whittaker an ein Zitat Adenauers: „Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Heute ist sie eine Notwendigkeit für uns alle.“ Aktuell träume wegen einer Vielzahl von Krisen aber kaum noch jemand von Europa – Flüchtlinge ausgenommen. Dennoch blieb Whittaker optimistisch: „Es wäre nicht die erste Krise, aus der die EU gestärkt hervorgeht.“ Damit sich Europa weltweit behaupten könne, sei es jedoch notwendig, dass die Mitgliedsstaaten „an einem gemeinsamen Strang ziehen“ und die EU „ihre Kräfte neu bündelt und konzentriert ausrichtet“. Das Festhalten an der erfolgreichen Einheit Europas sei gerade in Krisenzeiten immer „das große und würdevolle europapolitische Markenzeichen der CDU“ gewesen – von Konrad Adenauer über Helmut Kohl bis hin zu Angela Merkel, so Whittaker.

 

Gunther Krichbaum bezeichnete die Europäische Integration in seinem Vortrag als „eine Erfolgsgeschichte“. Nicht nur Deutschland profitiere wirtschaftlich und aus Gründen der Stabilität enorm von der EU. In den letzten Jahren befänden wir uns jedoch „im Krisenmodus“, erklärte er und führte als Beispiele die Euro-, Ukraine- und Flüchtlingskrise an. Es tobe Krieg vor den Toren Europas. Dieser treibe die Menschen in die Flucht. „Wir dürfen die Augen davor nicht verschließen“, warnte Krichbaum. Flüchtlinge an der Grenze zu erschießen sei keine Alternative für Deutschland. Stattdessen plädierte er für geordnete Verfahren und Solidarität innerhalb der EU. Dafür müsse die Politik der Abschottung und der nationalen Egoismen, besonders in Osteuropa , ein Ende finden. „Nur gemeinsam sind wir machtvoll.“ Alleine seien die EU-Staaten weder fähig unsere Standards zu halten, noch außenpolitischen Druck auf andere Staaten auszuüben.

 

In einer anschließenden Diskussion beantwortete Krichbaum Fragen der anwesenden Gäste vor allem zur Flüchtlingskrise. Die meisten Flüchtlinge habe Syrien selbst. Die Türkei sei zum Schutz unserer Außengrenzen ein notwendiger Partner. Krichbaum appellierte an die Bürger Europas: „Wir dürfen auch an uns glauben.“ Ein geeintes Europa könne auf der ganzen Welt mehr Verantwortung übernehmen. Das Interesse an den brisanten Themen ebbte auch während des anschließenden Stehempfangs in zahlreichen Diskussionsgruppen nicht ab.